Herren GF 4. Liga: Herbstmeister trotz durchzogener Leistungen
Vergangenen Sonntag standen die nächsten Spiele in Sursee gegen Unihockey Ruswil und den UHC B-A- Hägendorf-Rickenbach an. Aufgrund unserer Vorgeschichte mit dem Veranstalter und dessen (uns mittlerweile bestens bekannten) Personal, fürchtete sich der ein oder andere vor möglichen Vergeltungsmassnahmen. Glücklicherweise ging die Meisterschaftsrunde abseits des Spielfeldes ohne Vorkommnisse über die Bühne. Einzig die horrenden Preise für doch recht magere Sandwiches sorgten für zahlreiche Schweissausbrüche, schliesslich muss der Gürtel zum Monatsende öfters enger geschnallt werden. Erfreulicherweise sind trotzdem keine Privatinsolvenzen zu vermelden.
Im ersten Spiel ging es gegen den Tabellennachbarn aus dem luzernischen Ruswil. Durch den kurzfristigen Ausfall von Haslebacher konnte man in diesem kapitalen Spiel nur eine reduzierte Mannschaft aufs Feld schicken. Dass man mit einem Sieg vorübergehend die Tabellenspitze hätte erobern können, war kaum einem Schwarzenbacher anzusehen: «nur ja keine Bewegung zu viel und wenn dann höchstens in Zeitlupe» schien bei den einen das Motto zu sein. Bei anderen, stellvertretend pickt sich der Chronist den körperlich etwas angeschlagenen Aeschimann heraus, mussten jegliche Bewegungen in drehender Form geschehen. Und so dauerte es auch gar nicht lange bis Aeschimann, etwas schwindelig von der eigenen Rotation, den Ball freundlicherweise einem Gegner zum Einschuss bereitlegte. Eine weitere defensive Unzulänglichkeit sorgte dann auch prompt für das zweite Gegentor nach nicht einmal 10 Minuten. Damit war der Fehlstart Tatsache. So unnötig er zu Stande kam, komplett überraschend kam der verkorkste Auftakt in dieses Spiel nicht, wurden doch am Vorabend zahlreiche hopfenhaltige Kaltgetränke oder gar wärmende Flüssigkeiten mit Bezeichnungen aus dem Tierreich genossen. So war es auch kaum überraschend dass Jäggi, einer der wenigen verbliebenden Abstinenzler in der Mannschaft, mit einem hochpräzisen Geschoss ins obere Toreck für den Ausgleich verantwortlich war. Kurze Zeit später konnte Lehmann, ähnlich sehenswert, den Ausgleich markieren. Beide Tore wurden von Hiltbrunner mustergültig vorgelegt, was angesichts seiner Tanzerei bis in die frühen Morgenstunden durchaus hervorgehoben werden muss.
In der Folge kontrollierte man das Spiel zwar über weite Strecken, konnte die sich bietenden Räume aber zu selten in klare Torchancen ummünzen. Dummerweise lud man den über weite Strecken harmlosen Gegner in regelmässigen Abständen zu weiteren Toren ein. Und so war man rund drei Minuten vor Ende wiederum mit zwei Toren im Hintertreffen. Der Trainer reagierte und ersetzte den Torhüter in der Folge mit einem zusätzlichen Feldspieler. Diese Anpassung verfehlte seine Wirkung nicht und Neuenschwander liess die Indianer mit seinem Anschlusstreffer doch von einem Punkgewinn träumen. Leider entschärfte der gegnerische Torhüter die Abschlüsse allesamt und damit war die erste Niederlage der Saison Tatsache. Einmal mehr war es ein vermeidbarer Punktverlust, da man die offensiven Qualitäten nicht auf den Platz brachte. Insbesondere der zweite Block zeigte angesichts seiner namhaften Besetzung ein katastrophales Spiel, worauf der Cheftrainer in einer feurigen Kabinenansprache nach dem Spiel auch richtigerweise hingewiesen hat.
Für die zweite Partie des Tages gegen den UHC B.A. Hägendorf-Rickenbach musste man auf den engagierten Verteidiger Lüthi verzichten: als ausgewiesener Tierfreund widmete er seinen restlichen Sonntag Hunden, die kurz vor der Vereinsamung standen. Trotz dieses gewichtigen Ausfalls war ein Sieg gegen den Tabellenletzten Pflicht. Ganze 8 Feldspieler standen den Schwarzenbachern gegenüber und so lässt sich das Spiel mit der altbekannten Floskel zusammenfassen: kann nicht gegen will nicht. Es reichten zwei Tore in der ersten Halbzeit von Fontana und Hiltbrunner und die Messe war gelesen. Der Sieg war zwar verdient, die Leistung aber abermals etwas ernüchternd. Von der Tribühne waren sogar vereinzelt Schnarchgeräusche zu vernehmen, damit ist über dieses Spiel eigentlich alles gesagt.
Erneut konnte man die Heimreise nur mit 2 Punkten im Gepäck antreten und erneut erreichten zahlreiche Spieler nicht ihr gewohntes Leistungsniveau. Dass es nach Abschluss des Spieltages dank der gütigen Konkurrenz trotzdem für die Tabellenführung reicht, ist erstaunlich und spricht für die Ausgeglichenheit der Liga. Positiv hervorzuheben, nachdem die Hälfte der Spielzeit absolviert ist, sind sicherlich die stabile Defensive mit starken Torhüterleistungen sowie der hervorragende Teamzusammenhalt. Darauf lässt sich für die Rückrunde aufbauen um die Tabellenführung möglichst lange zu verteidigen.
Tore Spiel 1: Jäggi (Hiltbrunner), Lehmann (Hiltbrunner), Neuenschwander (Siegenthaler)
Tore Spiel 2: Hiltbrunner, Fontana (Neuenschwander)
Aufstellung BC: Beetschen, Aeschimann, Röthlisberger, Zaugg, Lüthi, Neuenschwander, Fontana, Lehmann, Siegenthaler, Wüthrich, Jäggi, Wanzenried, Hiltbrunner