Herren GF 2. Liga: Schwarzenbach steht in den Aufstiegsplayoffs
Nachdem man zumindest im ersten Spiel den frühen Treffer, welcher diese Saison bereits Tradition hatte, noch zu vermissen wusste, waren in Zollbrück keine drei Minuten gespielt, ehe das 1:0 für das Heimteam Tatsache war. Yannick Iff durfte sich, dank einem genialen Laufweg seinerseits bei sich selbst dafür bedanken, dass er nun nicht nur mehr in den beiden ersten Spielen zum Vorbereiter avancierte, sondern auch seinen ersten Treffer der laufenden Playoffs bejubeln durfte. Es ging Schlag auf Schlag in der BOE, denn bloss knapp 80 Sekunden später profitierte Severin Zaugg von Glück des Tüchtigen. Er trug den Ball selbst nach vorne, suchte den Abschluss, welcher wohl noch vom Gegner, für den Torhüter schwierig in die nahe Ecke flach abgelenkt wurde. Da bereits Spiel eins von Härte geprägt war und Spiel 2 regelrecht zur Schlammschlacht wurde, war es keine Überraschung als die Burgdorfer bereits in der siebten Minute zum ersten Mal Unterzahl spielen mussten. Die Schwarzenbacher, welche diese Saison bereits einige Male durch ein starkes Powerplay zu brillieren wussten, konnten sich auch dieses Mal für die wöchentlichen Trainingseinheiten belohnen. Etwas glücklich sprang der Ball nach einer offensiven Balleroberung zu Michel Wälchli, alles andere als glücklich war dann dessen Abschluss. Sein Direktschuss aus kürzester Distanz schlug unhaltbar rechts am Torhüter vorbei in die Maschen ein. So stand es bereits nach sieben Minuten 3:0. Im weiteren Verlauf des ersten Drittels sollten auch die Schwarzenbacher ihre ersten zwei Strafen absitzen müssen. Während im ersten Boxplay der Querbalken, noch rettend zur Stelle war, liessen sich im Zweiten gleich zwei Spieler, inklusive Torhüter zwischen den Beinen erwischen, um den 3:1 Pausenstand einzustellen.
Mehr Strafen als Torchancen im Mitteldrittel
Es war passend, dass die «Creeker» bereits in Überzahl ins Drittel starten durften. Nachdem die Führung im ersten Drittel noch glücklich war, da man nicht das bessere Team war, wollte man dies im Mitteldrittel ändern. Das Powerplay blieb zwar ungenutzt, dennoch verteidigten die Schwarzenbacher solidarischer als noch in den ersten 20 Minuten und die ersten zehn Minuten des Mitteldrittels blieben ohne erwähnenswerte Zwischenfälle. In der 30. Minute durfte dann jeweils ein Spieler von beiden Teams auf der Bank Platz nehmen, nachdem die beiden im Rahmen einer ums(tritt)enen Torraumszene aneinandergeraten waren. Das Vier-gegen-Vier sorgte zwar für etwas mehr Action, änderte aber im Endeffekt nichts am Zwischenstand. Kurz nachdem die Strafen abgesessen waren, musste ein weiterer Burgdorfer die Bank aufsuchen. Das daraus entstandene Powerplay schien solide für die Schwarzenbacher zu laufen, ehe ein Burgdorfer frei durchbrach und bloss durch eine nicht ganz regelkonforme Aktion gestoppt werden konnte. Dadurch durfte der UHC Burgdorf sein Powerplay zum Abschluss des Mitteldrittels zum Besten geben. Aber auch diese Unterfangung blieb ohne messbaren Erfolg. Beide Teams waren wohl froh, sich in der Garderobe im Anschluss wieder sammeln zu dürfen.
Ausklingendes Spiel im Schlussdrittel
Die Burgdorfer bissen sich auch im Schlussdrittel die Zähne am Schwarzenbacher Defensivverbund aus. Im Fünf-gegen-Fünf blieben die Gäste weiter harmlos und schafften es trotz aller Bemühungen nicht gefährlich genug vor dem Schwarzenbacher Tor aufzutauchen. Im Gegenteil nach 47 gespielten Minuten revanchierte Kim Blaser sich für seinen Torhüter und brachte, wie es sich für den Schötzer gehört, eiskalt im «Five-hole» unter und bejubelte die vermeintliche Vorentscheidung vorbehaltlos. Doch die Gäste aus Burgdorf wollten sich noch nicht niederringen lassen. In der 50. Minute erzielten sie das 4:2 als ein Burgdorfer allein vor dem Tor auftauchte und routiniert den Ball im Tor unterbrachte. Davon liess sich Black Creek nicht unterkriegen. Das Selbstbewusstsein war, wenn nicht über die Saison, spätestens im Verlauf der Playoffs genug gewachsen, um sich den eigenen Stärken bewusst zu sein. Der UHC Burgdorf versuchte noch für etwa drei Minuten den Torhüter zu ziehen, doch auch im Sechs-gegen-Fünf sahen sie an diesem Tag kein Brot. Den endgültigen Schlussstrich zogen die Gäste selbst mit einer vermeidbaren Strafe bloss eine Minute vor Ende, die das Ballhalten für die Schwarzenbacher zum Kinderspiel machte.
Fazit
Die Freude war den Schwarzenbachern ins Gesicht geschrieben. Eine Mischung aus Freude, Müdigkeit und Erleichterung den Rivalen im Derby aus den Playoffs geworfen zu haben machte sich in der Halle breit. Doch noch ist die Saison nicht vorbei. Es warten jetzt 2 Wochen ohne Spiele, in denen das Team weiter engagiert trainieren muss, um den Traum vom Aufstieg in Realität umsetzen zu dürfen. Für die «Creeker» wird es am Osterwochenende im Campus mit den Aufstiegsspielen weitergehen. Der allfällige Gegner wird jedoch erst ausgelost, sobald die Playouts der 1. Liga ausgespielt sind.
Matchtelegramm
Black Creek Schwarzenbach - UHC Burgdorf 4:2 (3:1, 0:0, 1:1)
Ballsporthalle Oberemmental (BOE), Zollbrück. 374 Zuschauer. SR Baumgartner/Baumgartner.
Tore: 3. Y. Iff (R. Scheidegger) 1:0. 4. S. Zaugg 2:0. 7. M. Wälchli (P. Steiner) 3:0. 19. S. Pauli (T. Weber ) 3:1. 48. K. Blaser 4:1. 50. S. Pauli (L. Wenger) 4:2.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Black Creek Schwarzenbach. 5mal 2 Minuten gegen UHC Burgdorf.
Aufstellung BC:
T. Beetschen, J. Brechbühl, K. Blaser, P. Burkhalter, P. Hess, D. Hiltbrunner, A. Hofstetter, Y. Iff, S. Jenzer, L. Krauer, R. Lehmann, I. Leuenberger, P. Mühle, L. Rathgeb, M. Reist, S. Rentsch, M. Schär, R. Scheidegger, P. Steiner, M. Wälchli, N. Wanzenried, S. Zaugg
Nicht im Aufgebot: P. Fiechter, P. Zulliger (beide verletzt), M. Jordi, J. Kohler, S. Lanz, J. Stalder