Herren GF 2. Liga: Klarer Sieg zum Start ins neue Jahr
Die Zielsetzung der Gäste vor dem Spiel war klar; sie wollten damit weitermachen, womit sie im grössten Teil des alten Jahres zu überzeugen wussten – mit guten Leistungen. Das Spiel brauchte bloss wenig Anlaufzeit. Bereits in der ersten Minute war ein Spieler des Heimteams frei durch, dieser konnte den Ball jedoch nicht gefährlich aufs Tor bringen und die Gäste hatten noch einmal Glück. Nach fünf Minuten durfte das erste Tor im neuen Jahr bejubelt werden. Philipp Mühle eroberte den Ball, spielte ihn auf Kim Blaser, dieser täuschte einen Schuss an, legte ihn zurück und der Ball flog ins Glück. Keine Minute später gelingt das zweite Kunststück. Mathias Reist nahm den Direktschuss von der Mittellinie, der von Michel Wälchli in bester Eishockeymanier unhaltbar abgefälscht wurde und auf 0:2 stellte. Joel Stalder durfte sich als Dritter in die Torschützenliste eintragen. Den pfannenfertig aufgelegten Abschluss nahm er sich und liess dem Torhüter keine Chance zu reagieren und sein ganzes Team jubeln. Die Schwarzenbacher waren seit der ersten Minute das dominante Team und liessen nahezu nichts zu und waren offensiv engagiert. So war es nicht überraschend, dass in der 16. Minute auch Ivan Leuenberger ein Tor bejubeln durfte. Sein Schuss erwischte den Torhüter in der nahen Ecke und stellte somit auf 0:4. Kurz vor Ende des Drittels schob Silas Jenzer den Ball, nach einer offensiven Balleroberung flach ins Tor ein. Somit ging es für die Schwarzenbacher souverän mit 0:5 in die Pause.
Verschlafenes Mitteldrittel bringt etwas Spannung zurück
Wie im ersten Drittel gehörte auch hier die erste Offensivaktion den Hornets. Nach einem langen Pass, der den gesamten «Creeker» Defensivverbund aushebelte, gelang es dem Gästeteam, den Torhüter aus spitzem Winkel in der nahen Ecke zu erwischen und so auf 1:5 aufzuschliessen. Die Schwarzenbacher brauchten nicht lange, um wieder fünf Längen Vorsprung aufzubauen. Gerade einmal vier Pässe waren nach dem Tor des Heimteams vonnöten, ehe Severin Zaugg den Ball nach einem wunderbaren Querpass bloss noch einschieben brauchte. Auch in diesem Abschnitt waren die Schwarzenbacher noch immer am Drücker und balldominant. Einzig durch Konter konnten die Hornets klare Chancen kreieren. So auch in der 23. Minute, als die Nummer 52 den Ball im Forechecking eroberte und die Eins-gegen-Null-Situation souverän für sich entschied und so auf 2:6 erneut verkürzte. Die Gäste liessen sich jedoch auch von diesem Rückschlag nicht unterkriegen. Dabei half auch, dass daraufhin das starke Schwarzenbacher Powerplay das Feld betreten durfte. In Person von Pascal Fiechter konnte der alte Vorsprung von fünf Toren mit einem Schuss ins Toreck in Überzahl wiederhergestellt werden. Weil es die letzten zwei Mal so schön war, durfte das Heimteam auch sein drittes Tor in diesem Drittel in Form eines Konters erzielen. Ein Offensivspieler verzichtete offenbar auf die Defensivarbeit, und hoffte einfach, dass seine fünf Mitspieler das hinten regeln würden. Er hatte gut gepokert und durfte sich anschliessend zwei Sekunden überlegen, wie er den 3:7 Pausenstand herstellen wollte. Trotz grösserer Spielanteile konnte Black Creek nicht anders als enttäuscht auf das Mitteldrittel zurückschauen. Nach dem elanreichen Startdrittel war es ein kleiner Rückschlag und man nahm sich vor, im letzten Drittel das Spiel souverän zu beenden und drei Zähler in den Oberaargau zurückzutragen.
Erneutes Schützenfest im Schlussdrittel
Der erste Treffer im letzten Drittel gehörte wieder dem Heimteam, der Schuss fand halbhoch den Weg ins Tor und liess wieder Hoffnung bei den Hornets aufkommen, da sie jetzt bloss noch drei Treffer hinter den Schwarzenbachern herhinkten. In der 45. Minute durften dann auch einmal Black Creek zeigen, wie gut sie im Konterspiel sind. Pascal Fiechter eroberte den Ball offensiv, bekam ihn wieder zugespielt und vollstreckte eiskalt zum 4:8. Die Schwarzenbacher wollten sich spät am Abend weiter von ihrer Schokoladenseite zeigen und setzten ihr schönes Unihockey fort. Einige Male scheiterten die Versuche auf das neunte Tor noch am Heimtorhüter. Der Abschluss von Kim Blaser nach einem sauberen Querpass war jedoch unhaltbar und schon stand es 4:9. Die Chance auf das zehnte Tor stand gut, da sich ein Spieler des Heimteams über das Tor beim Schiedsrichter zu beschweren wusste und so einen Platz auf der Strafbank ergatterte. Das Bully im folgenden Powerplay wurde zwar verloren, dank des abermals starken Pressings der Schwarzenbacher sprang der Ball direkt vor das Tor der Hornets zu Pascal Fiechter, der somit nicht nur seinen Hattrick, sondern auch das zehnte Tor des Abends verbuchen konnte. Den zweiten Hattrick des Abends konnte Kim Blaser, wie es sich für Kim gehört, durch einen Volley nach einem langen Ball schnüren. Jenes war das letzte von drei Toren innerhalb von dreissig Spielsekunden, dasA die Hornets zu einem Timeout zwang. Doch damit nicht genug, Philipp Mühle unterstützte in der 51. Minute die Eroberung des Balls im eigenen Drittel und legte einen Sprint über das halbe Feld hin, ehe er den Torhüter halb hoch zum 4:12 erwischte. In den letzten zehn Minuten konnten sich die Hornets noch einige Chancen erspielen, die jedoch nichts am Spielstand ändern sollten. Wie so oft galt auch hier das Sprichwort, wer die Tore vorne nicht erzielt, kriegt sie hinten. In der 58. Minute erzielte Pascal Fiechter seinen 4. persönlichen und den 13. Treffer der Schwarzenbacher nach einem grossartigen Querpass. Eine Minute vor Schluss durften die «Creeker» das eigene Powerplay noch einmal zum Besten geben. In Form von Patrick Steiners Kunstschuss wurde so der 4:14 Endstand eingestellt. Auch die letzten zehn Sekunden in Schwarzenbacher Unterzahl konnten nichts mehr am klaren Endresultat ändern.
Fazit
Die Schwarzenbacher waren über zwei Drittel das klar bessere Team und durften dementsprechend drei Punkte und einen satten Bonus für das Torverhältnis mit nach Hause nehmen. Somit steht man nun nach 13 Spielen bei 33 Punkten, was sich sehen lassen kann. Nun gilt es in den letzten fünf Spielen der regulären Saison weiter Punkte zu sammeln, um die Tabellenführung weiter verteidigen zu können. Die nächste Gelegenheit bietet sich zu Hause im Campus perspektiven am Freitag, 16.01.2026 gegen den UHC Basel United.
Matchtelegramm
RAIFFEISEN unihockeyARENA, Urtenen Schönbühl. SR Bitterli/Wantz.
Tore: 5. P. Mühle (K. Blaser) 0:1. 6. M. Wälchli (M. Reist) 0:2. 11. J. Stalder (S. Jenzer) 0:3. 16. I. Leuenberger (M. Reist) 0:4. 19. S. Jenzer (J. Stalder) 0:5. 21. M. Coray (J. Rüfenacht) 1:5. 21. S. Zaugg (K. Blaser) 1:6. 23. N. Buri 2:6. 27. P. Fiechter (S. Jenzer) 2:7. 34. N. Buri (P. Düllmann) 3:7. 44. P. Düllmann (M. Coray) 4:7. 45. P. Fiechter (J. Stalder) 4:8. 48. K. Blaser (S. Zaugg) 4:9. 48. P. Fiechter (K. Blaser) 4:10. 49. K. Blaser (P. Mühle) 4:11. 51. P. Mühle 4:12. 58. P. Fiechter (N. Wanzenried) 4:13. 60. P. Steiner (S. Jenzer) 4:14.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Hornets R. Moosseedorf Worblental II. 1mal 2 Minuten gegen Black Creek Schwarzenbach.
Aufstellung BC:
J. Brechbühl, M. Jordi, K. Blaser, P. Fiechter, P. Hess, A. Hofstetter, Y. Iff, S. Jenzer, L. Krauer, I. Leuenberger, P. Mühle, L. Rathgeb, M. Reist, S. Rentsch, M. Schär, R. Scheidegger, J. Stalder, P. Steiner, M. Wälchli, N. Wanzenried, S. Zaugg
Nicht im Aufgebot: P. Zulliger (verletzt), P. Burkhalter, J. Kohler, S. Lanz