, Philipp Mühle

Herren GF 2. Liga: Rabenschwarzer Sonntagnachmittag

Herren GF 2. Liga, Gruppe 2: UHC Burgdorf - UHC Black Creek Schwarzenbach 14:5 (2:0, 6:1, 6:4). Ein Sonntagnachmittag zum vergessen ereignete sich in Burgdorf.

Der Tabellenführer aus Schwarzenbach gastierte beim Verfolger UHC Burgdorf. Ein spannendes Spiel auf Augenhöhe war zu erwarten. Zu Beginn agierten beide Teams vorsichtig, man wollte nicht den ersten Fehler begehen. Dennoch lauerten beide Mannschaften und kamen zu vereinzelten Chancen. Es war schliesslich Burgdorf, das nach Fehlern der Schwarzenbacher Hintermannschaft profitierte und mit zwei Toren Vorsprung in die erste Pause ging.

Spielentscheidung im Mitteldrittel
An das Mitteldrittel möchte kein Schwarzenbacher so schnell wieder erinnert werden. Die kommenden 20 Minuten waren schlicht und einfach zum Vergessen. Innert zehn Minuten schlug Burgdorf wie eine Welle ein und erzielte gleich sechs Tore. Die Schwarzenbacher fühlten sich wie im falschen Film – jeder Abschluss von Burgdorf landete im Tor, meist sogar spektakulär in einer Ecke. Geschockt stand der Tabellenführer da, auf der Anzeigetafel ein Acht-Tore-Vorsprung für Burgdorf. Das Spiel war praktisch entschieden. Einziger Lichtblick war der Treffer von Joel Stalder und die Tatsache, dass man in den letzten Minuten des Drittels keine weiteren Gegentore mehr erhielt. Die «Creeker» konnten froh sein, als die Pausensirene sie von diesem Abschnitt erlöste.

Aufholjagd niedergeschmettert
Black Creek wollte ein anderes Gesicht zeigen und Moral beweisen. Die erste Chance ergab sich im Powerplay – und diese wurde genutzt. Kurz darauf konnte Severin Zaugg einen weiteren Treffer erzielen. Es kam noch besser: Mit einem vierten Tor startete man eine kleine Aufholjagd. Doch ein Penaltytreffer von Burgdorf stellte den Fünf-Tore-Vorsprung wieder her, ehe Zaugg erneut auf vier Tore Rückstand verkürzen konnte. Noch zehn Minuten blieben – plötzlich keimte bei den Schwarzenbachern etwas Hoffnung auf. Doch Burgdorf hatte erneut die passende Antwort: Wie schon im Mitteldrittel folgte eine zweite Welle an Toren, diesmal gleich fünf. Black Creek stand mit verblassten Gesichtern da und konnte die hohe Niederlage nur noch hinnehmen.

Fazit
Die Leistung von Black Creek reichte an diesem Sonntagnachmittag in keinem Belang aus. Man wurde brutal hart von Burgdorf bestraft, das mit zwei Torwellen das Spiel deutlich entschied. Beide Male folgte Treffer auf Treffer; nahezu jeder Schuss fand den Weg ins Netz der Gäste. Die «Creeker» konnten nicht reagieren und erlitten eine klare Niederlage zum Jahresabschluss. Es war eine harte Lektion für das neu formierte Team, doch auch mit solchen Gegnern muss man umgehen können, wenn man im Frühling noch einige Spiele bestreiten will. Nun steht über einen Monat Pause an – genug Zeit, diese Niederlage zu verdauen und neue Energie zu schöpfen. Trotz allem darf man auf eine bislang gelungene Saison zurückblicken und weiterhin von der Tabellenspitze grüssen. Weiter geht es im Januar auswärts gegen Hornets Moosseedorf II.

Matchtelegramm
UHC Burgdorf - Black Creek Schwarzenbach 14:5 (2:0, 6:1, 6:4)
Neue Schützenmatt, Burgdorf. SR Brunner/Schneider.
Tore: 15. J. Wenger (L. Wenger) 1:0. 19. L. Bräm (L. Wenger) 2:0. 23. T. Weber (T. Bräm) 3:0. 27. T. Weber (S. Pauli) 4:0. 29. S. Pauli 5:0. 31. S. Pauli (L. Heppler) 6:0. 33. T. Bräm 7:0. 34. J. Wenger (L. Wenger) 8:0. 37. S. Jenzer (J. Stalder) 8:1. 44. P. Mühle (K. Blaser) 8:2. 45. S. Zaugg (K. Blaser) 8:3. 47. K. Blaser (S. Zaugg) 8:4. 47. M. Wüthrich 9:4. 52. S. Zaugg (K. Blaser) 9:5. 55. T. Bräm (T. Weber ) 10:5. 56. T. Weber (S. Pauli) 11:5. 57. M. Wüthrich (L. Wenger) 12:5. 57. T. Weber 13:5. 59. L. Bräm (L. Wenger) 14:5.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen UHC Burgdorf. keine Strafen.

 Aufstellung BC:
P. Althaus, K. Blaser, P. Burkhalter J. Brechbühl, P. Fiechter, P. Hess, A. Hofstetter, Y. Iff, S. Jenzer, M. Jordi, I. Leuenberger, P. Mühle, S. Rentsch, R. Scheidegger, J. Stalder, M. Schär, P. Steiner, M. Wälchli, S. Zaugg, 
Nicht im Aufgebot: L. Krauer, M. Reist, J. Kohler, N. Wanzenried, P. Zulliger (verletzt)